Schienentherapie – die „Brille für das Gebiss“

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Das Ziel der Schienentherapie (Aufbiss-Schiene oder Michiganschiene) ist es, Sie schnell von Beschwerden zu befreien. Dies wird in zwei Schritten erreicht:

  1. Harmonisierung und Entspannung der Muskulatur
  2. Erreichen einer störungsfreien, zentrierten Kiefergelenkfunktion

Bei "Knirschern" schützt die Schiene außerdem die Zahnsubstanz vor Abnutzung oder Frakturen.

Einzelschritte der Schienentherapie:

  • Abdrücke von Ober- und Unterkiefer, Registrierung der Kieferbewegungen
  • Herstellen einer Kunststoffschiene auf formgetreuen Gipsmodellen im Kausimulator
  • Eingliedern der Schiene und erste Kontrolle des Auftreffens der Zähne auf der Schiene
  • Möglichst häufiges Tragen der Schiene – zumindest aber immer nachts
  • Mehrmalige Kontrolle und Einschleifen der Schiene, bis die Zähne gleichmäßig auf der Schiene auftreffen und bei Seitwärtsbewegungen ganz bestimmte Funktionsflächen die Kieferbewegungen führen

Meist werden die Schienen im Oberkiefer eingegliedert. Müssen Sie Ihre Schiene aufgrund therapeutischer Maßnahmen rund um die Uhr tragen, können wir diese aus ästhetischen Gründen auch im Unterkiefer einsetzen. Die Spannung Ihrer Kaumuskulatur wird herabgesetzt und der Kiefergelenkskopf im Kiefergelenk "zentriert", bis eine stabile Kieferposition erreicht wird.

Je nach Art und Schwere Ihrer Kiefergelenkserkrankung wird die Schienentherapie durch andere therapeutische Maßnahmen unterstützt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Schienen:

  • Knirscherschienen zum reinen Schutz der Zahnhartsubstanz
  • Repositionsschienen zum Fixieren des Knorpelscheibe (Diskus) des Kiefergelenks
  • Dekompressionsschiene zur Dehnung des Kiefergelenkes